Netzhaut-Screening: Veränderungen frühzeitig erkennen

Veränderungen an der Netzhaut frühzeitig erkennen – schnell, schmerzfrei und ohne Pupillenerweiterung.

Warum ist ein Netzhaut-Screening sinnvoll?

Viele Veränderungen am Augenhintergrund entwickeln sich zunächst unbemerkt. Sehprobleme treten teilweise erst auf, wenn eine Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Eine Aufnahme der Netzhaut kann deshalb Hinweise auf auffällige Veränderungen liefern, bevor sie im Alltag deutlich wahrgenommen werden.

Das Screening ermöglicht eine berührungslose fotografische Dokumentation des Augenhintergrunds. Dabei werden unter anderem Netzhaut, Makula und der Bereich des Sehnervenkopfes sichtbar gemacht.

Was wird beim Screening untersucht?

Die Netzhaut befindet sich im hinteren Teil des Auges. Sie wandelt einfallendes Licht in elektrische Signale um, die über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet werden.

Auf den Aufnahmen können unter anderem Hinweise sichtbar werden auf:

  • Veränderungen im Bereich der Makula
  • Auffälligkeiten am Sehnervenkopf
  • Gefäßveränderungen
  • Blutungen oder Ablagerungen
  • mögliche diabetesbedingte Veränderungen
  • weitere Auffälligkeiten der Netzhaut

Das Screening stellt keine abschließende Diagnose. Bei einem auffälligen oder nicht eindeutig beurteilbaren Ergebnis empfehlen wir eine zeitnahe augenärztliche Untersuchung.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung ist unkompliziert:

  1. Sie schauen für wenige Sekunden in das Aufnahmegerät.
  2. Eine Kamera erstellt Bilder des Augenhintergrunds.
  3. Die Aufnahmen werden ausgewertet und dokumentiert.
  4. Anschließend besprechen wir das Ergebnis mit Ihnen.

Die Untersuchung ist berührungslos und in der Regel schmerzfrei. Bei unserem Verfahren ist normalerweise keine medikamentöse Erweiterung der Pupillen erforderlich.

Wie lange dauert das Netzhaut-Screening?

Planen Sie für die gesamte Augenvorsorge einschließlich Messungen und Besprechung ungefähr 20 bis 30 Minuten ein. Die eigentlichen Netzhautaufnahmen dauern nur wenige Augenblicke.

Für wen ist die Untersuchung besonders sinnvoll?

Grundsätzlich kann eine dokumentierte Aufnahme des Augenhintergrunds für Erwachsene sinnvoll sein. Besonders relevant ist sie beispielsweise:

  • ab dem mittleren Lebensalter
  • bei familiär bekannten Augenerkrankungen
  • bei Diabetes
  • bei Bluthochdruck oder Gefäßerkrankungen
  • bei hoher Kurzsichtigkeit
  • bei Veränderungen des Sehens
  • zur regelmäßigen Verlaufskontrolle

Menschen mit Diabetes benötigen unabhängig davon regelmäßige augenärztliche Kontrollen, da diabetesbedingte Netzhautveränderungen anfangs unbemerkt bleiben können.  

Welche Erkrankungen können Hinweise hinterlassen?

Altersabhängige Makuladegeneration

Die Makula ist für das scharfe zentrale Sehen zuständig. Veränderungen in diesem Bereich können das Lesen, Erkennen von Gesichtern oder Autofahren beeinträchtigen.

Diabetesbedingte Netzhautveränderungen

Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker kann kleine Blutgefäße der Netzhaut schädigen. Regelmäßige augenärztliche Untersuchungen sind deshalb bei Diabetes besonders wichtig.  

Veränderungen am Sehnervenkopf

Auffälligkeiten am Sehnervenkopf können einen Anlass für eine weiterführende augenärztliche Abklärung geben. Für die Beurteilung eines Glaukomrisikos reicht eine Netzhautaufnahme allein jedoch nicht aus.

Was passiert bei einem auffälligen Ergebnis?

Ein auffälliges Bild bedeutet nicht automatisch, dass eine Erkrankung vorliegt. Es zeigt zunächst, dass ein Bereich genauer untersucht werden sollte.

In diesem Fall empfehlen wir Ihnen eine augenärztliche Abklärung. Die Diagnose und gegebenenfalls erforderliche Behandlung erfolgen durch eine Augenärztin oder einen Augenarzt.

Bei plötzlich auftretenden Beschwerden wie Lichtblitzen, einem Schatten im Gesichtsfeld, starkem Sehverlust, starken Augenschmerzen oder einem „Vorhang“ vor dem Auge sollten Sie nicht auf einen Vorsorgetermin warten, sondern unverzüglich augenärztliche oder notfallmedizinische Hilfe suchen.

Netzhaut-Screening bei Augenoptik Pfeiffer

Bei Augenoptik Pfeiffer verbinden wir die Netzhautaufnahme mit weiteren Messungen unserer Augenvorsorge. Dazu gehören – abhängig vom gewählten Vorsorgeumfang – unter anderem die Messung des Augeninnendrucks und weitere Prüfungen.

Die Untersuchung bieten wir in unseren Fachgeschäften in Lenggries und Geretsried an.

Häufige Fragen

Ersetzt das Screening den Augenarzt?

Nein. Das Netzhaut-Screening ist eine zusätzliche Vorsorge- und Hinweisuntersuchung. Es ersetzt weder eine vollständige augenärztliche Untersuchung noch eine medizinische Diagnose.

Tut die Untersuchung weh?

Nein. Die Aufnahme erfolgt berührungslos und ist normalerweise schmerzfrei.

Werden die Pupillen erweitert?

Bei unserem Verfahren ist üblicherweise keine medikamentöse Pupillenerweiterung erforderlich. In bestimmten Fällen kann für eine umfassende augenärztliche Beurteilung dennoch eine Untersuchung mit erweiterten Pupillen notwendig sein.  

Wie oft sollte das Screening wiederholt werden?

Das hängt von Alter, Befund und persönlichen Risikofaktoren ab. Bei unauffälligem Ergebnis kann eine regelmäßige Wiederholung zur Dokumentation sinnvoll sein. Bei bestehenden Erkrankungen oder erhöhtem Risiko legt die Augenärztin oder der Augenarzt die medizinisch notwendigen Kontrollabstände fest.

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